Zum Jubiläum 2019

02.2019

02.2019

Weihnachtstütchen für Seniorenheim

Garather Jonges wollen in Kontakt bleiben: Mehr Zeit für unsere „Alten“

 

 

Übergabe der Weihnachtüten an Katarina Rech und Peter Gores. Li.:Detlef Mann und re.: Vizebaas Renate Hübner. Bild: © P. Ries

 

"garath-online" 20.12.2018 (pri). Bald ist Weihnachten und wie jedes Jahr, war auch im Dezember eine Abordnung des Heimatvereins „Garather Jonges“ unterwegs, um den Bewohnern des Caritas-Altenzentrum St. Hildegard einen Besuch abzustatten. Aber sie kamen nicht mit leeren Händen. Viezebaas Renate Hübner, Kassenwart Detlef Mann und Bezirksvertreter (Garather Jong) Peter Ries übergaben dem Vorsitzenden des Bewohnerbeirates von St. Hildegard, Peter Gores (73) und seiner Stellvertreterin Katarina Resch (74) insgesamt 150 Weihnachtstütchen, die im Laufe des nächsten Tages an die Bewohner verteilt werden.

 

„Das ist eine wirklich nette Geste, worüber wir uns sehr freuen“, sagte Peter Gores, der wie Katarina Resch die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner vertritt. Denn im Rahmen des Heimgesetzes und der Heimmitwirkungsverordnung beteiligt sich der Bewohnerbeirat mitwirkend und mitbestimmend an vielen Angelegenheiten des Heimbetriebs.

 

So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass die beiden hochmotiviert alles daran setzen, dass der Zusammenhalt nicht nur in ihrem Hause funktioniert, sondern auch außerhalb. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir mehr Kontakte zum Beispiel zu den Vereinen hätten und vielleicht auch einmal zu Veranstaltungen eingeladen würden“, wünscht sich die Mutter zweier Kinder und ehemalige Telefonistin Katarina Resch.

 

Ehrenamtliche gesucht

 

„Es wäre auch eine tolle Sache, wenn sich mehr Menschen fänden, die etwas Zeit hätten, mit unseren Bewohnern spazieren zu gehen, oder vielleicht mal nach Aldi oder so. Es gibt immer jemand, der oder die gerne mal an die frische Luft möchte, statt mit dem Rollstuhl im Hause hin und her zu fahren. Es ist kein Geheimnis, dass es - wie überall - auch hier zu wenig Personal gibt, die Zeit hätten, spazieren zu gehen. Zwar gibt es auch einen Freiwilligen, der öfters mal mit den Bewohnern an die Luft geht – das ist aber bei über 80 Bewohnerinnen und Bewohnern selbst dann zu wenig, wenn nur zehn davon raus könnten – bei weitem nicht ausreichend“, so der ehemalige Küster der Kirche „zum Heiligen Kreuz“ in Rat, Peter Gores.

 

„Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Außenwelt vor den Toren der Seniorenheime einfach kehrt mache. Ob es daran liegt, weil man den „Alten“ vielleicht zu wenig zutraut oder man mit dem Alter nicht konfrontiert werden möchte, mag dahingestellt bleiben, aber eines ist sicher: Man sollte Keine Angst vor dem Alter haben, wenn man alt werden will. Je früher man sich mit dem Unabwendbaren auseinandersetzt, je schöner wird das Alter“, ist sich Katarina Resch sicher.

 

Ein Plausch mit ernstem Hintergrund. Renate Hübner und Detlef Mann hörten sich die Sorgen an. Bild: © P.RiesFür Viezebaas Renate Hübner und ihre Begleiter sind diese Wünsche durchaus nachvollziehbar. Hübner versprach, das Thema „Spazieren gehen“ und „Einbeziehung“ auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung zu setzen. „Als Heimatverein, der bereits seit 50 Jahren ein fest verankerter und von allen Seiten anerkannter Verein in Sachen Integration, Heimatpflege und Zusammenhalt gilt, ist es selbstverständlich, auch die „Alten“ wieder mit ins Bot zu holen und von ihrem Wissen und Erfahrungen zu profitieren. Denn ohne sie gäbe es weder uns noch unser Verein“, so Hübner.

 

Alter ist keine Krankheit

 

Peter Ries will sich auch im Rahmen seiner Mitgliedschaft im Behinderten- und Seniorenrat dieses Themas annehmen. „Die Belange der Senioren in Alten- und Pflegeheimen enden nicht vor deren Tore. Die Förderung der sozialen Teilhabe im Alter, menschenwürdige Verhältnisse in Seniorenheimen, Krankenhäusern und Pflegeheimen und Bekämpfung von Altersarmut sind neben dem Kampf gegen Vereinsamung im Alter nur einige Themen, mit denen ich mich befassen werde.

 

Wir alle müssen endlich handeln und Zeichen setzen. Das Alter ist keine Krankheit, aber es ist hoch ansteckend und nicht auszurotten“.

 

Das Zerreden, abwarten und analysieren sollte endlich zum Abschuss gebracht werden. Die alten sind keine Bittsteller – sie erwarten zu Recht endlich zufriedenstellende Ergebnisse von Gesellschaft und Politik“, sagt Ries, der sich für die im März 2019 stattfindende Seniorenratswahl hat aufstellen lassen und für Garath-Hellerhof kandidiert.

 

Quelle: garath-online (P.Ries)

 

Garather Jong Peter Ries mit Martinstaler geehrt

 

Peter Ries erhielt den Martinstaler von Oberbürgermeister Tomas Geiel. Bild: Zanin

 

Ehrenamtliches Engagement wird in Düsseldorf nicht selbstverständlich genommen und daher ehrt die Stadt in jedem Jahr Menschen und Initiativen, die sich in besonderem Maße verdient gemacht haben. Ziel ist es jene Menschen auszuzeichnen, die nicht im Rampenlicht stehen, aber seit vielen Jahr engagiert sind.

Im Jan-Wellem-Saal des Rathauses nahm Oberbürgermeister Thomas Geisel die Ehrung der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer mit dem Martinstaler vor. Unter den Vorschlägen aus der Bevölkerung waren zehn Menschen und zwei Initiativen ausgewählt worden, die sich durch ihr vorbildliches ehrenamtliches Handeln verdient gemacht haben. Für ihre Ehrenamtsarbeit erhielten sie eine Urkunde und eine Plakette mit dem Bild des St. Martin.

Auch der Garather Peter Ries erhielt den Martinstaler der Landeshauptstadt Düsseldorf „In dankbarer Anerkennung seiner Verdienste um den Bürgerschaftlichen Zusammenhalt und sein vorbildliches Engagement“, wie es auf der Urkunde steht.

Peter Ries ist seit über 30 Jahren ehrenamtlich engagiert. So war er in den Neunzige Jahren einer der ersten männlichen „Grünen Engel“ im Benrather Krankenhaus. Bis 2005 war er Amtgericht Düsseldorf ehrenamtlicher Richter (Schöffe). Ries unterstützte Jugendliche bei der Berufsfindung und Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Er ist in der Kriminalprävention in Garath aktiv, hilft Menschen bei Behördengängen. Er ist Mitglied im Heimatverein Garather Jonges. Außerdem hat er die Patenschaft für die Garather Bürgerwiese übernommen. Im zentrum plus in Benrath war er über zehn Jahre verantwortlicher Layoutetr und Redakteur der Seniorenzeitung "Netzwerkspiegel".

Der 62. Jährige Journalist und Bezirksvertreter ist in seinem Stadtbezirk seit 2009 politisch aktiv und Mitglied in der Bezirksvertretung, im Seniorenrat und im Beirat für Menschen mit Behinderung. Im Sozialverband VdK unterstützt er als 2. Vorsitzender des Ortsverbandes Benrath-Garath, die Mitglieder in Behindertenangelegenheiten.

Seit einigen Jahren gibt es ein Stadtteilportal (garath-online), das er eingerichtet hat und betreut. Er ist Protektor des Garather Spielmannzuges Blau- Weiß und Pressewart des Garather Schützenvereins, wofür ihm bereits die silberne Verdienstnadel des Vereins verliehen wurde.

Bereits 2013 wurde Peter Ries mit dem LVR-Ehrenpreis für sein Engagement in der Kriminalprävention, Jugend und Seniorenhilfe ausgezeichnet. Der erste Kommunale Sicherheitstag in Benrath (2005) und in Garath im August 2015 fand auf seine Initiative hin statt. Zudem machte er sich für die Einrichtung von Notinseln für Kinder in seinem Stadtteil stark, die es seit 2017 gibt und hat Anteil an die Einführung der Ehrenamtskarte für Düsseldorf, die es seit 2014 gibt.

Seine Motivation für seine Ehrenämter sei nicht – wie man es oft zu hören bekommt – „der Gesellschaft etwas zurückzugeben", sondern etwas zu schenken - das sei nunmal Hilfe und Verständnis für seine Mitmenschen. "Das Zitat von Vergil trift genau auf mich zu: "Unglück hat mich gelehrt, Unglücklichen Hilfe zu leisten". „Es tut mir einfach gut, Gutes zu tun und hier und dort einmal in dankbare Augen schauen zu dürfen“, sagt Ries.

Der Garather ist bekannt dafür, das er sich um Dinge wirklich kümmert und dort hilft, wo die Not und Sorgen am größten sind. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er auch schonmal eine Betreuung eines alleinstehenden und demenziell erkrankten Nachbarn übernommen hat.

Unterstützung für soziale Projekte im Stadtbezirk

Als Redakteur des Stadtteilportals garath-online sammelt er Spenden u. a. von den Gewerbetreibenden, die mit ihrem Logo kostenfrei in seinem Portal vertreten sind. So konnte er 2017/18 stolze 425 Euro an die Hospitzbewegung Garath (zum Artikel) übergeben. Das Geld sollte den ehrenamtlichen Helfern des Hospizes, die täglich mit Menschen zutun haben, die an lebensverküzenden Erkrankungen leiden. Auch dieses Jahr ist er wieder für einen sozialen Zweck in Garath unterwegs, um Spenden für ein Jugend-Projekt zu sammeln.

Ein Bibel Zitates lautet: "Wir aber, die wir stark sind, sollen der Schwachen Unvermögen tragen und nicht uns selber zu Gefallen leben". Genau so denke ich auch seit etwa dreißig Jahren".

"Ein Ehrenamt ist entscheidend für den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft. Gäbe es nicht so viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, die sich uneigennützig für ihre Mitmenschen engagieren, wäre Düsseldorf nicht die liebenswerte Stadt, die wir alle schätzen und lieben", erklärte Oberbürgermeister Thomas Geisel.

 

 

Eine Frau erobert die Garather Jonges

 

Renate Hübner ist bei den Jonges in den Vorstand gewählt worden. Das hat in der bald 50-jährigen Vereinsgeschichte noch keine Frau erreicht. FOTO: orthenGarath. Während bei den Düsseldorfer Jonges nur Männer Mitglied werden können, sind bei dem Garather Heimatverein unter den 80 Mitgliedern etwa 30 Frauen. Renate Hübner ist nun Teil des Vorstands und bringt neue Ideen mit.

Von Sonja Schmitz

 

Die Jonges setzen sich für die Heimat ein und für soziale Belange. Wie bei jedem Heimatverein geht es darum, Werte zu bewahren. Den Garather Jonges ist es aber auch wichtig, offen für Neues zu sein. Das haben sie gerade mal wieder bewiesen: Zum ersten Mal in der bald 50-jährigen Geschichte des Vereins wählten die Mitglieder eine Frau als Vize-Baas in den Vorstand. "Ich war überrascht", gibt Renate Hübner zu. Die 60-jährige Verwaltungsangestellte ist seit fünf Jahren Mitglied. Auf den Verein gestoßen, der anders als der "große Bruder" Frauen aufnimmt, war sie über Bekannte. Die hatten sie zu den Treffen mitgenommen. "Ich habe mir das angeschaut und bin eingetreten", erinnert sich Hübner. Vor allem die Unterstützung von sozialen Projekten hat sie überzeugt.

 

Einige Zeit, bevor bei der Jahresversammlung der Vorstand neu gewählt wurde, sprachen Mitglieder sie an, ob sie sich eine Kandidatur für den Posten des Vize-Baas vorstellen könnte. Renate Hübner überlegte und sagte zu. Allerdings unter der Bedingung, dass Jonges-Baas Peter Heinen sie nach und nach mit den nötigen Kenntnissen und Kontakten vertraut macht, um das Amt auch entsprechend auszufüllen. Für Heinen war das keine Frage: "Da muss man reinwachsen." Er muss es wissen, schließlich steht er seit fast zehn Jahren an der Spitze des Heimatvereins.

 

Neben den Jonges-Treffen jeden zweiten Montag im Monat tauschen sich die beiden daher regelmäßig aus. Gesprächsstoff für die nächste Zeit bietet vor allem das 50-jährige Bestehen des Vereins im kommenden Jahr. Das ganze Jahr über werde es Aktionen zum Jubiläum geben, kündigt Heinen an. Aber im August, dem Geburtsmonat des Vereins, soll es ein besonderes Highlight geben. Zurzeit werden noch Ideen gesammelt. Welche realisiert werden, darüber entscheiden dann die Mitglieder. "Wenn es an die Umsetzung geht, muss jeder mithelfen. Es wird noch viel Arbeit geben", ist sich Renate Hübner sicher.

 

Sie hat schon einige Ideen, wie ein wenig Abwechslung in das Vereinsleben gebracht werden könnte. Wenn keine aktuellen Projekt zur Planung anstünden, ließen sich die Treffen dafür nutzen, neue Impulse zu bekommen, meint Renate Hübner. So könnte der Verein Gäste einladen, die über ein bestimmtes Thema einen Vortrag halten oder einen Film vorführen. "Ein Mundartvortrag wäre auch nicht schlecht", ergänzt Heinen.

 

Als mögliche Themen sieht Hübner neben der Stadtgeschichte aber auch gesundheitliche Aspekte. Das könnte schließlich für die Vereinsmitglieder ein persönlicher Gewinn sein, findet sie. Zum Beispiel, wenn es um Fragen rund um die Patientenverfügung geht. Denkbar sei auch, dass Übungsleiterinnen vom Sportverein vorbeikämen, um den Jonges zu zeigen, wie sie mit Stuhlgymnastik Rückenschmerzen vorbeugen. Zu ihnen hat Heinen einen kurzen Draht, denn er ist auch Vorsitzender des Garather Sportvereins. Wie überhaupt viele Jonges noch in anderen Vereinen sind. "Das stärkt den Zusammenhalt im Stadtteil", sind sich die beiden einig.

Quelle: RP
 

45 Jahre Garather Jonges

 

Die Liebe zur Heimat und zum Brauchtum sowie die Freundschaft zu den benachbarten Vereinen pflegen, bewahren und fördern, Ist der Leitgedanke des Heimalvereins Garather Jonges, der in diesen Tagen auf sein 45-jähriges Bestehen zurückblickt.

 

Gegründet wurde der Verein am 4.August 1969 in der Gaststätte „Garather Krug“ (früher Haus Forster). 27 Mitglieder wählten Karl-Heinz Wimmer zu ihrem Vorsitzenden und gaben sich eine Satzung. Im Januar 1972 übernahm Willi Scharmacher sen. dieses Amt, das er 27 Jahre innehatte. Unter seiner Leitung wuchs der Heimatverein (er ist einer der ältesten Vereine Garaths) auf fast 100 Mitglieder und wurde zu einer festen Größe im Stadtbezirk 10. Das Waldkönigsschießen, die Stiftungsfeste und Auto-Rallyes (Verkehrserziehungsfahrten rund um Garath) sind nur enge Beispiele der Veranstaltungen, die viel Beachtung landen.

 

Im September 1999, nach dem Tod Scharmachers, begann für den Verein eine Durststrecke, die erst im April 2002 durch Jürgen Bohrmann und einige Getreue beendet wurde. Die Garather Jonges gaben sich eine neue Satzung, wählten Bohrmann zum Vorsitzenden und intensivierten die Vereinsarbelt. Bereits mit Beginn des Jahres 2003 zählte der Verein wieder 20 Mitglieder. Aus Umweitschutzgründen gab es zwar keine Auto-Rallye mehr, statt dessen aber Fahrrad- Rallyes mit Schülcm der Garather Schulen. Im Jahr 2005 wurde das Waldkönigsschießen wieder aufgenommen, Frauen wurden vollwertige Mitglieder, und der Heiinatverein stellte sich neuen Aufgaben im Stadtbezirk. So trug er unter anderem dazu bei, dass im Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors an der Bonhoeffer-Kirche eine Stele fertiggestellt wurde und er übernahm die Pflege der Garather Grundsteinplatte und der Jahrtausendsteine.

Quelle: R.P. (lers) 30.07.2014

 

Jonges lassen die drei Jahrtausendsteine reinigen

 

Von den Bürgern oft unbeachtet: die drei 30 Zentner schweren Quarzite in Garath-Nordost. Gleich neben dem Parkstreifen an der Güstrower Straße bieten die als "Jahrtausendsteine" bekannten Steinblöcke von Unrat und üppig wuchernden Grünwuchs umgeben, ein trauriges Bild. Dieser Zustand rief am Samstagmorgen den Heimatverein Garather Jonges auf den Plan. Seit vorigem Jahr kümmert sich der Verein um die Pflege des kleines Platzes, auf dem die "Jahrtausendsteine" stehen. Jonges-Baas Peter Heinen: "Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dieses sichtbare Zeichen der Vergangenheit wieder in den Vordergrund und ins Bewusstsein der Bürger zu rücken." Nur Alt-Garather wissen noch, dass die Quarzite am 27. Oktober 1981 durch den 1991 verstorbenen Garather Anton Tripp der Öffent lichkeit übergeben wurden, um da mit „auf den kulturhistorischen Stellenwert des alten Siedlungsraumes hinzuweisen.” Dies fand während eines Festaktes unter großer Beteiligung der Bürger sowie der kommunalen Politik statt.

 

Anton Tripp, Initiator der Aktion, die damals als ,,Meilenstein in der Garather Geschichten bezeichnet wurde, war kein Unbekannter. Als Stadt- und Kulturhistoriker, Publi zist, Maler und Poet, als Initiator der literarischen Lesungen im Benrather Schloss und des Garather Geschichtslehrpfades hatte er sich berei Is einen Namen gemacht.

 

Die nun am Samstagmorgen durchgeführte Säuberungsaktion hat sich der Heimatverein auch etwas kosten lassen, ‚denn solche Arbeiten müssen von Fachleuten erledigt werden, fanden die Jonges und beauftragten damit den Landschaftsgärtner Oliver Bähr. Ab nun wird er regelmäßig für 150 Euro im Jahr den stets nachwachsenden Wildwuchs sowie den IJnrat rund um die Steine entfernen. Nach getaner Arbeit an diesem Morgen ließ er sich auch gerne zu einem kleinen Imbiss einladen, den die Jonges vor Ort vorbereitet hatten.

 

 Rheinische Post (lers) 07.04.2014 / Lokal

 

 

Ehrenpreis für Garather Jong

 

Bei der Verleihung des LVR-Ehrenpreises für soziales Engagement (v.l.): Hans J. Schmolke, Peter Ries, Thomas Beckmann, Gerd Pape, Albert Böcker, Hermann-Josef Müller, Hermann Mecklenburg, Brigitte Albrecht, Ulla Ueberreiter-Michovius und Jürgen Buchholz. Foto: Lothar Kornblum / LVR.

 

Düsseldorf: 02.03. 2013 I (frs). Um bürgerschaftliches Engagement im sozialen Bereich stärker zu würdigen und sichtbar auszuzeichnen, verlieh der Landschaftsverband Rheinland (LVR) am Montag den LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement an zehn Personen. Geehrt wurden Persönlichkeiten, die sich für Menschen mit Behinderung, psychischer Erkrankung oder in schwierigen sozialen Lebenslagen einsetzen, darunter auch der 56-jährige "Garather Jong" Journalist und Marketing Spezialist Peter Ries aus Düsseldorf Garath.

 

Seit mehreren Jahren unterstützt er jugendliche Arbeitsuchende bei der beruflichen Integration als ehrenamtlicher „Bewerbungshelfer“. Darüber hinaus engagiert sich Ries ehrenamtlich im Heimatverein Garather Jonges 1969 e.V.und als Online-Redakteur für die Kriminalprävention. Seit 2005 ist er Autor und Layouter der Zeitung „Netzwerkspiegel“ der Diakonie im Netzwerk Benrath - zentrum plus. Ebenso lange vermittelt er seine Kompetenzen und Bewältigungsstrategien als Unterstützungs-angebot an Menschen, die mit der Bewältigung ihrer eigenen Lebenssituationen aus gesundheitlichen oder anderen Gründen überfordert sind. „Ob es sich um Beistand eines Hilfesuchenden bei den Ämtern handelte, einen Antrag für die Behörden zu formulieren oder Hilfestellung bei Bewerbungs-unterlagen für die Erlangung einer Ausbildungsstelle zu leisten war, stets versuche ich für meine „Schützlinge“ das  herauszuholen“, so Ries in seiner Dankesrede.

 

Der Vorsitzende der Landschaftsversammlung, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, betonte in seiner Ansprache: "Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie Sie, denn nur so kann das Miteinander gelingen: Das Miteinander von denjenigen, die die Mitte unserer Gesellschaft bilden, aber auch denen, die möglicherweise am Rande stehen. Sie leisten tolle Arbeit und wir hoffen, viele andere Menschen durch Ihr gutes Beispiel zur Nachahmung zu bewegen." Um solches bürgerschaftliche Engagement auszuzeichnen und öffentlich besser sichtbar zu machen, hat der LVR 2006 den Ehrenpreis für soziales Engagement ins Leben gerufen. Als Ausdruck des Dankes und der Anerkennung erhalten die Preisträgerinnen und -träger den LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement. Als äußeres Zeichen für diese Ehrung überreichte Wilhelm ihnen die aus Marmor und Stahl geschaffene Plastik "Die Welle" von der Bonner Künstlerin Petra Siering.

 

Ries ist seit 2009 Mitglied der Bezirksvertretung in Garath und seit 2010 arbeitet er auch im Seniorenrat der Landeshauptstadt mit. Seit acht Jahren ist er Mitglied im Heimatverein Garather Jonges 1969 e.V.

 

Info: Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 15.000 Beschäftigten für die etwa 9,6 Millionen Menschen im Rheinland. Der LVR erfüllt rheinlandweit Aufgaben in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und der Kultur. Er ist der größte Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen in Deutschland, betreibt 41 Förderschulen, zehn Kliniken und drei Netze Heilpädagogischer Hilfen sowie elf Museen und vielfältige Kultureinrichtungen.

 

Düsseldorfer Jonges gratulieren zum 40.

 

 

 

Musikalische Geschenke für Garather Jongens

 

Auf dem Vorplatz der Hoffnungsklrche an der Ricarda-Huch-Straße herrscht ein emsiges Treiben: die Garather Jongens feiern ihr 40-jähriges Bestehen. Für das Wetter kann man leider keinen verantwortlich machen, sagt Jürgen Bohrmann, Baas des Heimatvereins, und betrachtet skeptisch die graue Wolkendecke.

 

Das Wetter legt sich nicht auf die Felerlaune. Unter den großen, leuchtend gelben Sonnenschirmen wird fleißig zu mitrelßenden Liveklängen der Musikkombo ,Ritter von de Ritterstroß geschunkelt, über dem Buffet von bunten Brötchenhappen und Hausmannskost fröhlich geplauscht. Die Feierlich keiten läutete der ökumenische Gottesdienst mit anschließendem Festakt in der Kirche am Samstag ein.

 

Zahlreiche Gäste füllten die Kirchenbänke und genossen ein abwechslungsreiches Programm, das manchen ob der ungewöhnlichen Räumlichkelt In Erstaunen versetz. WÍr Garather sind es gewohnt, In der Kirche zu feiern. Aber vielen ist es fremd, eine Kirche auch so zu nutzen”, erklärt Bohrmann gut gelaunt und lacht. Er hat einigen Grund zur Freude, schließlich hat der als Vorsitzender die ungewöhnlichen Geburtstagsgeschenke entgegennehmen dürfen.

 

Das befreundete Urdenbacher Altrheln Trio” komponierte und textete dem Verein zum Jubiläum das Garath Lied”. Jetzt müssen wir alle zur Chorprobe damit wir den Song bald drauf haben”, sagt Bohrmann. Von Gerd Welchering, Bass des größeren Heimatvereins, der Düsseldorfer longes, gab es eine ergreifende Laudatlo. Welchering zeichnete die Geschichte der Garather Jongens nach. Besonders die sichtbaren Zeichen der Arbeit des Vereins, wie die Steele des Vergessens, den Brunnen „Blüte von Garath”, die Renovierung des Sonnenrades sowie zahlreiche weitere Projekte, In denen der Helrnatverein Engagement zeigte, hob er hervor.

 

Nach weiteren Grußworten befreundeter Vereine und Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder, verlagerte sich das Geschehen auf den Platanen- Platz vor der Hoffnungskirche. Neben den geladenen Gästen strömten noch zahlreiche Garather Bürger hinzu. Quelle:

Wochenpost (iwo)

 

Garather Jonges: Vor 40 Jahren gegründet

 

 

Garath (ak). »Wenn es kein Ehrenamt mehr gäbe, würden sich die Räder nicht nur langsamer drehen - sie wurden sogar still stehen. Leider erfahrt dieses Engagement oft nicht viel Dank«, so würdigte Gerd Welchering, Baas des »Heimatvereins Düsseldorfer Jonges« (gegründet 1932) die Leistungen, die die »Garather Jonges« seit mittlerweile 40 Jahren für ihren Stadtteil leisten. Zur großen Geburtstagsfeier in der Hoffnungskirche hielt er eine bewegende Laudatio auf den »kleinenBruder« in der »Familie« aller »Jonges«: »Ich spüre eine starke Verbundenheit.«

 

Im August 1969 haben 27 Kegelbrüder in Garath den Ortsverein gegründet, um das Zusammengehörigkeitsgefühl im Stadtteil zu stärken.. »Das ist schon etwas besonderes. Es sind die gleichen Beweggründe, die wir ‘Jonges’ vor über 70 Jahren hatten«, so Welchering weiter. Vor allem der 1. Baas Willi Scharmacher sen.formte in seiner Amtszeit von 1972 bis zu seinem Tod l999 den Status der Heimatgemeinschaft.

 

Heute bekleidet Jürgen Bohrmann das Amt, der auf zahlreiche etablierte und erfolgreiche veranstaltungen zurück blickt: die alljährlichen Auto-orientierungsfahrten, die Stiftungsfeste, das Waldkonigsschießen oder die Fahrradrallyes mit Stadtteilquiz für Schüler. Ein Höhepunkt war auch die Betreuung und Versorgung von talienischen Besuchern des Weltiugendtages im Jahr 2005 auf dem Gelände des Garather SV. Zudem haben sich die »Jonges« am Bau des Brunnens »Blüte von Garath«, der Renovierung des Sonnenrades und am Burgcenterfest beteiligt.

 

Inzwischen ist der Verein kein reiner Männerclub mehr. Das RoIlenverstmndnis hat sich seit den 70er Jahren gewandelt. Viele »Mädches« gestalten die Arbeit aktiv mit. Dennoch hält der Vorstand an der ursprünglichen Namensgebung fest: »Der Name ‘Garather Jonges’ ist in den 40 Jahren in der Öffentlichkeit zu einem Begriff geworden. Ohne Frauen aber läuft heute nichts. In Zukunft ist eine Namensänderung vielleicht eine Überlegung wert, nicht aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt.« Somit fühlt sich der Verein gut aufgestellt, diesen Eindruck teilt auch Gerd Welchering: »Wir können gelassen nach vorne blicken.«

Quelle: Wochenpost. 

 

 

FESTSCHRIFT PDF ZUM 40. ERSTELLT VON Peter Ries 5,35 MB