45 Jahre Garather Jonges

 

Die Liebe zur Heimat und zum Brauchtum sowie die Freundschaft zu den benachbarten Vereinen pflegen, bewahren und fördern, Ist der Leitgedanke des Heimalvereins Garather Jonges, der in diesen Tagen auf sein 45-jähriges Bestehen zurückblickt.

 

Gegründet wurde der Verein am 4.August 1969 in der Gaststätte „Garather Krug“ (früher Haus Forster). 27 Mitglieder wählten Karl-Heinz Wimmer zu ihrem Vorsitzenden und gaben sich eine Satzung. Im Januar 1972 übernahm Willi Scharmacher sen. dieses Amt, das er 27 Jahre innehatte. Unter seiner Leitung wuchs der Heimatverein (er ist einer der ältesten Vereine Garaths) auf fast 100 Mitglieder und wurde zu einer festen Größe im Stadtbezirk 10. Das Waldkönigsschießen, die Stiftungsfeste und Auto-Rallyes (Verkehrserziehungsfahrten rund um Garath) sind nur enge Beispiele der Veranstaltungen, die viel Beachtung landen.

 

Im September 1999, nach dem Tod Scharmachers, begann für den Verein eine Durststrecke, die erst im April 2002 durch Jürgen Bohrmann und einige Getreue beendet wurde. Die Garather Jonges gaben sich eine neue Satzung, wählten Bohrmann zum Vorsitzenden und intensivierten die Vereinsarbelt. Bereits mit Beginn des Jahres 2003 zählte der Verein wieder 20 Mitglieder. Aus Umweitschutzgründen gab es zwar keine Auto-Rallye mehr, statt dessen aber Fahrrad- Rallyes mit Schülcm der Garather Schulen. Im Jahr 2005 wurde das Waldkönigsschießen wieder aufgenommen, Frauen wurden vollwertige Mitglieder, und der Heiinatverein stellte sich neuen Aufgaben im Stadtbezirk. So trug er unter anderem dazu bei, dass im Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors an der Bonhoeffer-Kirche eine Stele fertiggestellt wurde und er übernahm die Pflege der Garather Grundsteinplatte und der Jahrtausendsteine.

Quelle: R.P. (lers) 30.07.2014

 

Jonges lassen die drei Jahrtausendsteine reinigen

 

Von den Bürgern oft unbeachtet: die drei 30 Zentner schweren Quarzite in Garath-Nordost. Gleich neben dem Parkstreifen an der Güstrower Straße bieten die als "Jahrtausendsteine" bekannten Steinblöcke von Unrat und üppig wuchernden Grünwuchs umgeben, ein trauriges Bild. Dieser Zustand rief am Samstagmorgen den Heimatverein Garather Jonges auf den Plan. Seit vorigem Jahr kümmert sich der Verein um die Pflege des kleines Platzes, auf dem die "Jahrtausendsteine" stehen. Jonges-Baas Peter Heinen: "Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dieses sichtbare Zeichen der Vergangenheit wieder in den Vordergrund und ins Bewusstsein der Bürger zu rücken." Nur Alt-Garather wissen noch, dass die Quarzite am 27. Oktober 1981 durch den 1991 verstorbenen Garather Anton Tripp der Öffent lichkeit übergeben wurden, um da mit „auf den kulturhistorischen Stellenwert des alten Siedlungsraumes hinzuweisen.” Dies fand während eines Festaktes unter großer Beteiligung der Bürger sowie der kommunalen Politik statt.

 

Anton Tripp, Initiator der Aktion, die damals als ,,Meilenstein in der Garather Geschichten bezeichnet wurde, war kein Unbekannter. Als Stadt- und Kulturhistoriker, Publi zist, Maler und Poet, als Initiator der literarischen Lesungen im Benrather Schloss und des Garather Geschichtslehrpfades hatte er sich berei Is einen Namen gemacht.

 

Die nun am Samstagmorgen durchgeführte Säuberungsaktion hat sich der Heimatverein auch etwas kosten lassen, ‚denn solche Arbeiten müssen von Fachleuten erledigt werden, fanden die Jonges und beauftragten damit den Landschaftsgärtner Oliver Bähr. Ab nun wird er regelmäßig für 150 Euro im Jahr den stets nachwachsenden Wildwuchs sowie den IJnrat rund um die Steine entfernen. Nach getaner Arbeit an diesem Morgen ließ er sich auch gerne zu einem kleinen Imbiss einladen, den die Jonges vor Ort vorbereitet hatten.

 

 Rheinische Post (lers) 07.04.2014 / Lokal

 

 

Ehrenpreis für Garather Jong

 

Bei der Verleihung des LVR-Ehrenpreises für soziales Engagement (v.l.): Hans J. Schmolke, Peter Ries, Thomas Beckmann, Gerd Pape, Albert Böcker, Hermann-Josef Müller, Hermann Mecklenburg, Brigitte Albrecht, Ulla Ueberreiter-Michovius und Jürgen Buchholz. Foto: Lothar Kornblum / LVR.

 

Düsseldorf: 02.03. 2013 I (frs). Um bürgerschaftliches Engagement im sozialen Bereich stärker zu würdigen und sichtbar auszuzeichnen, verlieh der Landschaftsverband Rheinland (LVR) am Montag den LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement an zehn Personen. Geehrt wurden Persönlichkeiten, die sich für Menschen mit Behinderung, psychischer Erkrankung oder in schwierigen sozialen Lebenslagen einsetzen, darunter auch der 56-jährige "Garather Jong" Journalist und Marketing Spezialist Peter Ries aus Düsseldorf Garath.

 

Seit mehreren Jahren unterstützt er jugendliche Arbeitsuchende bei der beruflichen Integration als ehrenamtlicher „Bewerbungshelfer“. Darüber hinaus engagiert sich Ries ehrenamtlich im Heimatverein Garather Jonges 1969 e.V.und als Online-Redakteur für die Kriminalprävention. Seit 2005 ist er Autor und Layouter der Zeitung „Netzwerkspiegel“ der Diakonie im Netzwerk Benrath - zentrum plus. Ebenso lange vermittelt er seine Kompetenzen und Bewältigungsstrategien als Unterstützungs-angebot an Menschen, die mit der Bewältigung ihrer eigenen Lebenssituationen aus gesundheitlichen oder anderen Gründen überfordert sind. „Ob es sich um Beistand eines Hilfesuchenden bei den Ämtern handelte, einen Antrag für die Behörden zu formulieren oder Hilfestellung bei Bewerbungs-unterlagen für die Erlangung einer Ausbildungsstelle zu leisten war, stets versuche ich für meine „Schützlinge“ das  herauszuholen“, so Ries in seiner Dankesrede.

 

Der Vorsitzende der Landschaftsversammlung, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, betonte in seiner Ansprache: "Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie Sie, denn nur so kann das Miteinander gelingen: Das Miteinander von denjenigen, die die Mitte unserer Gesellschaft bilden, aber auch denen, die möglicherweise am Rande stehen. Sie leisten tolle Arbeit und wir hoffen, viele andere Menschen durch Ihr gutes Beispiel zur Nachahmung zu bewegen." Um solches bürgerschaftliche Engagement auszuzeichnen und öffentlich besser sichtbar zu machen, hat der LVR 2006 den Ehrenpreis für soziales Engagement ins Leben gerufen. Als Ausdruck des Dankes und der Anerkennung erhalten die Preisträgerinnen und -träger den LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement. Als äußeres Zeichen für diese Ehrung überreichte Wilhelm ihnen die aus Marmor und Stahl geschaffene Plastik "Die Welle" von der Bonner Künstlerin Petra Siering.

 

Ries ist seit 2009 Mitglied der Bezirksvertretung in Garath und seit 2010 arbeitet er auch im Seniorenrat der Landeshauptstadt mit. Seit acht Jahren ist er Mitglied im Heimatverein Garather Jonges 1969 e.V.

 

Info: Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 15.000 Beschäftigten für die etwa 9,6 Millionen Menschen im Rheinland. Der LVR erfüllt rheinlandweit Aufgaben in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und der Kultur. Er ist der größte Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen in Deutschland, betreibt 41 Förderschulen, zehn Kliniken und drei Netze Heilpädagogischer Hilfen sowie elf Museen und vielfältige Kultureinrichtungen.

 

Düsseldorfer Jonges gratulieren zum 40.

 

 

 

Musikalische Geschenke für Garather Jongens

 

Auf dem Vorplatz der Hoffnungsklrche an der Ricarda-Huch-Straße herrscht ein emsiges Treiben: die Garather Jongens feiern ihr 40-jähriges Bestehen. Für das Wetter kann man leider keinen verantwortlich machen, sagt Jürgen Bohrmann, Baas des Heimatvereins, und betrachtet skeptisch die graue Wolkendecke.

 

Das Wetter legt sich nicht auf die Felerlaune. Unter den großen, leuchtend gelben Sonnenschirmen wird fleißig zu mitrelßenden Liveklängen der Musikkombo ,Ritter von de Ritterstroß geschunkelt, über dem Buffet von bunten Brötchenhappen und Hausmannskost fröhlich geplauscht. Die Feierlich keiten läutete der ökumenische Gottesdienst mit anschließendem Festakt in der Kirche am Samstag ein.

 

Zahlreiche Gäste füllten die Kirchenbänke und genossen ein abwechslungsreiches Programm, das manchen ob der ungewöhnlichen Räumlichkelt In Erstaunen versetz. WÍr Garather sind es gewohnt, In der Kirche zu feiern. Aber vielen ist es fremd, eine Kirche auch so zu nutzen”, erklärt Bohrmann gut gelaunt und lacht. Er hat einigen Grund zur Freude, schließlich hat der als Vorsitzender die ungewöhnlichen Geburtstagsgeschenke entgegennehmen dürfen.

 

Das befreundete Urdenbacher Altrheln Trio” komponierte und textete dem Verein zum Jubiläum das Garath Lied”. Jetzt müssen wir alle zur Chorprobe damit wir den Song bald drauf haben”, sagt Bohrmann. Von Gerd Welchering, Bass des größeren Heimatvereins, der Düsseldorfer longes, gab es eine ergreifende Laudatlo. Welchering zeichnete die Geschichte der Garather Jongens nach. Besonders die sichtbaren Zeichen der Arbeit des Vereins, wie die Steele des Vergessens, den Brunnen „Blüte von Garath”, die Renovierung des Sonnenrades sowie zahlreiche weitere Projekte, In denen der Helrnatverein Engagement zeigte, hob er hervor.

 

Nach weiteren Grußworten befreundeter Vereine und Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder, verlagerte sich das Geschehen auf den Platanen- Platz vor der Hoffnungskirche. Neben den geladenen Gästen strömten noch zahlreiche Garather Bürger hinzu. Quelle:

Wochenpost (iwo)

 

Garather Jonges: Vor 40 Jahren gegründet

 

 

Garath (ak). »Wenn es kein Ehrenamt mehr gäbe, würden sich die Räder nicht nur langsamer drehen - sie wurden sogar still stehen. Leider erfahrt dieses Engagement oft nicht viel Dank«, so würdigte Gerd Welchering, Baas des »Heimatvereins Düsseldorfer Jonges« (gegründet 1932) die Leistungen, die die »Garather Jonges« seit mittlerweile 40 Jahren für ihren Stadtteil leisten. Zur großen Geburtstagsfeier in der Hoffnungskirche hielt er eine bewegende Laudatio auf den »kleinenBruder« in der »Familie« aller »Jonges«: »Ich spüre eine starke Verbundenheit.«

 

Im August 1969 haben 27 Kegelbrüder in Garath den Ortsverein gegründet, um das Zusammengehörigkeitsgefühl im Stadtteil zu stärken.. »Das ist schon etwas besonderes. Es sind die gleichen Beweggründe, die wir ‘Jonges’ vor über 70 Jahren hatten«, so Welchering weiter. Vor allem der 1. Baas Willi Scharmacher sen.formte in seiner Amtszeit von 1972 bis zu seinem Tod l999 den Status der Heimatgemeinschaft.

 

Heute bekleidet Jürgen Bohrmann das Amt, der auf zahlreiche etablierte und erfolgreiche veranstaltungen zurück blickt: die alljährlichen Auto-orientierungsfahrten, die Stiftungsfeste, das Waldkonigsschießen oder die Fahrradrallyes mit Stadtteilquiz für Schüler. Ein Höhepunkt war auch die Betreuung und Versorgung von talienischen Besuchern des Weltiugendtages im Jahr 2005 auf dem Gelände des Garather SV. Zudem haben sich die »Jonges« am Bau des Brunnens »Blüte von Garath«, der Renovierung des Sonnenrades und am Burgcenterfest beteiligt.

 

Inzwischen ist der Verein kein reiner Männerclub mehr. Das RoIlenverstmndnis hat sich seit den 70er Jahren gewandelt. Viele »Mädches« gestalten die Arbeit aktiv mit. Dennoch hält der Vorstand an der ursprünglichen Namensgebung fest: »Der Name ‘Garather Jonges’ ist in den 40 Jahren in der Öffentlichkeit zu einem Begriff geworden. Ohne Frauen aber läuft heute nichts. In Zukunft ist eine Namensänderung vielleicht eine Überlegung wert, nicht aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt.« Somit fühlt sich der Verein gut aufgestellt, diesen Eindruck teilt auch Gerd Welchering: »Wir können gelassen nach vorne blicken.«

Quelle: Wochenpost. 

 

FESTSCHRIFT PDF ZUM 40. ERSTELLT VON Peter Ries 5,35 MB